1.Männer : Spielbericht
1. Spieltag - 16.08.2026 15:00 Uhr
| VfB Oberweimar | VfB Apolda | |||
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2 | : | 0 | ![]() |
| (0 | : | 0) | ||
Aufstellung
| TOR | Ion Adamiuc |
| ABW | Erik Engel |
| Leon Möllers (90' Nico Kahle) | |
| Simon Apel (51' Tristan Berger) | |
| Vincent Kreibich | |
| MIT | Anton Rabe |
| Darius Fauer | |
| Kemo Papè Cissé | |
| Tim Grune | |
| Tobias Bartholomes | |
| STU | Samuell Braha (74' Kalin Dimov) |
| Ersatzbank | |
| Felix Schulz | |
| Kalin Dimov ( 74') | |
| Nico Kahle ( 90') | |
| Tristan Berger ( 51') | |
Spielstatistik
Zuschauer
73Torfolge
| 1:0 (80') | VfB Oberweimar per Elfmeter |
| 2:0 (88') | VfB Oberweimar |
Unglücklicher Saisonauftakt – VfB lässt zu viele Chancen liegen
Der Start in die neue Kreisoberliga-Saison ist für den VfB Apolda nicht geglückt. Beim Aufsteiger VfB Oberweimar mussten sich die Glockenstädter am Ende mit 0:2 geschlagen geben. Eine Niederlage, die aufgrund des Spielverlaufs durchaus unglücklich war, am Ende aber auch nicht völlig unverdient zustande kam. Apolda hatte genügend Möglichkeiten, die Partie in die eigene Richtung zu lenken, ließ diese jedoch teilweise fahrlässig liegen. Oberweimar blieb dagegen leidenschaftlich, nutzte seine Chance in der Schlussphase und brachte den Sieg anschließend über die Zeit.
Dabei zeigten die Glockenstädter von Beginn an, dass sie die drei Punkte vom Lindenberg mit nach Apolda nehmen wollten. In einer intensiven und umkämpften ersten Halbzeit war der VfB über weite Strecken die spielbestimmende Mannschaft. Oberweimar versteckte sich allerdings keineswegs und hielt mit viel Einsatz dagegen.
Bereits in der Anfangsphase näherten sich die Gäste dem Tor der Hausherren an. Samuell Braha in der 6. Minute und Leon Möllers drei Minuten später hatten die ersten Halbchancen. Apolda war gut im Spiel, suchte immer wieder den Weg nach vorne und setzte den Aufsteiger früh unter Druck.
Nach einer Ecke wurde es in der 16. Minute erstmals richtig gefährlich. Simon Apel kam zum Kopfball, brachte das Leder allerdings nicht über die Linie. Nur drei Minuten später folgte die nächste große Gelegenheit. Kemo Pape Cissé hatte viel Platz und wollte auf den einschussbereiten Braha querlegen. Der Pass geriet jedoch zu ungenau, sodass Oberweimars Schlussmann noch eingreifen konnte. Eine Situation, aus der die Glockenstädter deutlich mehr hätten machen müssen.
Von den Hausherren war offensiv bis dahin wenig zu sehen. Doch als Oberweimar in der 29. Minute erstmals gefährlich vor dem Apoldaer Tor auftauchte, wurde es sofort brenzlig. Julius Beier nahm Maß und donnerte den Ball an den Außenpfosten.
Die Antwort des VfB ließ nicht lange auf sich warten. In der 33. Minute bot sich Möllers die nächste riesige Möglichkeit. Nach einer Ecke stand er rund 14 Meter vor dem Tor völlig frei und konnte sich die Ecke eigentlich aussuchen – der Abschluss ging jedoch am Gehäuse vorbei.
So entwickelte sich ein temporeiches Spiel, in dem Apolda die besseren Möglichkeiten besaß, sich für den Aufwand aber einfach nicht belohnte.
In der 42. Minute lag der Ball dann erstmals im Netz. Nach einer Abseitsstellung von Hoffmann kam Carstens an den Ball und jagte diesen per Dropkick in die Maschen. Die Fahne des Assistenten war allerdings früh oben, sodass der Treffer keine Anerkennung fand.
Kurz vor der Pause folgte schließlich eine Szene, die für reichlich Verwunderung sorgte. Grune steckte den Ball auf Rabe durch und wurde unmittelbar nach seinem Zuspiel vom ehemaligen Apoldaer Rammelt rabiat von den Beinen geholt. Rabe setzte seinen Lauf fort, ging an seinem Gegenspieler vorbei, umkurvte den Torhüter und schob zur vermeintlichen 1:0-Führung ein.
Doch statt Vorteil und Tor gab es zur Überraschung der Glockenstädter Abseits und anschließend Freistoß für Apolda aufgrund des vorherigen Fouls. Noch kurioser wurde die Situation bei der persönlichen Strafe. Zunächst sollte ein anderer Oberweimarer Spieler die Gelbe Karte erhalten. Dieser wies jedoch darauf hin, dass er das Foul nicht begangen hatte – woraufhin am Ende überhaupt keine Karte gezeigt wurde. Besonders bitter aus Apoldaer Sicht: Rammelt war bereits verwarnt und hätte bei einer zweiten Gelben Karte den Platz verlassen müssen.
So ging es trotz mehrerer hochkarätiger Möglichkeiten mit einem 0:0 in die Halbzeitpause. Gemessen an den Chancen hätte der VfB zu diesem Zeitpunkt durchaus führen können.
Verletzung bringt Apolda aus dem Rhythmus
Kaum hatte die zweite Hälfte begonnen, musste der VfB den nächsten Rückschlag hinnehmen. Simon Apel konnte verletzungsbedingt nicht weitermachen. Die Glockenstädter waren dadurch zu Umstellungen gezwungen, was dem bis dahin vorhandenen Spielfluss sichtlich schadete.
In den folgenden rund 25 Minuten begegneten sich beide Mannschaften weitgehend auf Augenhöhe. Die Partie blieb intensiv, große Möglichkeiten wurden zunächst allerdings seltener.
Neue Dynamik kam ins Spiel, als Oberweimars Carstens nach seinem zweiten gelbwürdigen Foul vom Platz musste. In Überzahl bekam Apolda wieder mehr Räume und erhöhte den Druck.
In der 73. Minute stand Möllers plötzlich frei vor dem Oberweimarer Tor. Beim Versuch, am Schlussmann vorbeizukommen, ging der Apoldaer zu Boden. Der erhoffte Pfiff blieb jedoch aus, stattdessen wurde auf eine Abseitsstellung verwiesen.
Nur zwei Minuten später bot sich die nächste riesige Gelegenheit zur Führung. Anton Rabe tauchte in der 75. Minute frei vor dem Tor auf, wartete mit seinem Abschluss jedoch einen Moment zu lange. Oberweimars Schlussmann war zur Stelle und verhinderte erneut das 0:1.
Die Hausherren verteidigten in Unterzahl leidenschaftlich, während Apolda weiter anlief. Allerdings fehlte es im letzten Drittel immer wieder an der nötigen Genauigkeit. Ungenaue Zuspiele und leichte Ballverluste eröffneten Oberweimar gleichzeitig Räume für Konter.
Kurioser Elfmeter bringt Oberweimar auf die Siegerstraße
Eine dieser Umschaltsituationen führte in der 80. Minute schließlich zur spielentscheidenden Szene. Nach einem langen Ball kam ein Oberweimarer Angreifer zum Abschluss und setzte das Leder knapp neben das Apoldaer Gehäuse. Die Heimzuschauer forderten vehement Strafstoß. Zunächst deutete alles auf Abstoß hin. Der Schiedsrichter zeigte entsprechend an, auch vom Assistenten kam zunächst kein sichtbares Signal für ein Foulspiel.
Dann änderte sich die Situation plötzlich. Der Unparteiische lief zu seinem Assistenten, beide diskutierten längere Zeit miteinander – und nach einer gefühlten Ewigkeit zeigte der Schiedsrichter doch noch auf den Elfmeterpunkt. Eine äußerst kuriose Entstehung des Strafstoßes, die auf Apoldaer Seite für großes Unverständnis sorgte. Sicherlich kann man den Elfmeter geben, eine 50/50 Entscheidung, aber die Art und Weise, wie das Gespann kommunizierte und warum, war alles andere als nachvollziehbar.
Hoffmann ließ sich davon nicht beeindrucken. Er drosch den Strafstoß an die Unterkante der Latte, von dort sprang der Ball auf die Linie und schließlich zum 1:0 für Oberweimar ins Tor.
Für den VfB blieb noch genügend Zeit und die Glockenstädter warfen weiter alles nach vorne. Und tatsächlich bot sich nur fünf Minuten später die riesige Möglichkeit zum Ausgleich. Rabe kam frei vor dem Tor zum Abschluss und entschied sich für den Heber – der Ball flog jedoch über das Gehäuse.
Es war sinnbildlich für diesen Nachmittag: Die Möglichkeiten waren da, aber der Ball wollte einfach nicht ins Tor.
Statt des Ausgleichs folgte auf der anderen Seite die Entscheidung. Oberweimar spielte in der 88. Minute einen weiteren Konter mit einer schönen Kombination konsequent aus. Kuhn vollendete zum 2:0 und sorgte damit endgültig für die Entscheidung.
Apolda versuchte auch in den verbleibenden Minuten noch einmal alles, doch die Hausherren verteidigten mit Mann und Maus und brachten ihren Vorsprung über die Zeit.
Chancen waren da – Tore nicht
So stand am Ende eine unglückliche, aber nicht unverdiente 0:2-Niederlage zum Saisonauftakt. Der VfB hatte über die 90 Minuten genügend Möglichkeiten, das Spiel für sich zu entscheiden. Gerade in der ersten Halbzeit hätten sich die Glockenstädter für einen engagierten und spielerisch ordentlichen Auftritt belohnen müssen.
Doch genau darin lag am Ende der entscheidende Unterschied. Apolda ließ mehrere beste Möglichkeiten ungenutzt und muss sich damit einmal mehr den Vorwurf gefallen lassen, vor dem gegnerischen Tor die notwendige Konsequenz vermissen zu lassen. Oberweimar kämpfte leidenschaftlich, blieb im Spiel und nutzte in der Schlussphase seine Möglichkeiten.
Auch mit einigen Entscheidungen des Schiedsrichtergespanns dürfte der VfB hadern. Am Ende muss sich die Mannschaft jedoch vor allem an die eigene Nase fassen: Wer aus dieser Vielzahl an guten Möglichkeiten kein Tor erzielt, macht es dem Gegner möglich, ein solches Spiel auf seine Seite zu ziehen.
Lange Zeit zum Ärgern bleibt ohnehin nicht. Bereits am kommenden Wochenende steht das erste Heimspiel der neuen Saison auf dem Programm – und das hat es direkt in sich. Mit dem Vorjahreszweiten aus Haarhausen wartet im Sportpark Apolda der nächste schwere Prüfstein.
Dann soll vor heimischem Publikum vor allem eines besser werden: die Chancen nutzen und die ersten Punkte der neuen Saison einfahren.



