1.Männer : Spielbericht
28. Spieltag - 30.05.2026 15:00 Uhr
| FC Einheit Bad Berka | VfB Apolda | |||
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5 | : | 2 | ![]() |
| (2 | : | 2) | ||
Aufstellung
| TOR | Maximilian Marzian |
| ABW | Daouda Camara |
| Leon Möllers | |
| Simon Apel | |
| Tim Grune | |
| MIT | Anton Rabe |
| Darius Fauer | |
| Erik Engel (78' Tristan Berger) | |
| Kemo Papè Cissé (84' Nico Kahle) | |
| Oleksandr Vovk | |
| STU | Tobias Bartholomes (88' Florian Sprenger) |
| Ersatzbank | |
| Florian Sprenger ( 88') | |
| Nico Kahle ( 84') | |
| Tristan Berger ( 78') | |
Spielstatistik
Tore
2x Leon MöllersAssists
Anton Rabe, Oleksandr VovkZuschauer
135Torfolge
| 0:1 (5') | Leon Möllers per Elfmeter (Oleksandr Vovk) |
| 1:1 (12') | FC Einheit Bad Berka |
| 2:1 (38') | FC Einheit Bad Berka per Elfmeter |
| 2:2 (43') | Leon Möllers per Freistoss (Anton Rabe) |
| 3:2 (48') | FC Einheit Bad Berka |
| 4:2 (78') | FC Einheit Bad Berka |
| 5:2 (80') | FC Einheit Bad Berka |
Starker Auftritt bleibt unbelohnt
Der VfB Apolda musste sich im Derby beim Tabellenführer FC Einheit Bad Berka mit 2:5 geschlagen geben. Ein Ergebnis, das den Spielverlauf nur bedingt widerspiegelt. Während die Gastgeber nahezu jede sich bietende Gelegenheit konsequent nutzten, ließ der VfB zahlreiche hochkarätige Chancen liegen und stand am Ende mit leeren Händen da.
Dabei begann die Partie nahezu perfekt. Bereits in der ersten Minute setzte Anton Rabe an der Grundlinie energisch nach, eroberte den Ball und legte ihn quer vor das Tor. Oleksandr Vovk kam aus fünf Metern frei zum Abschluss, scheiterte jedoch mit einer überragenden Parade am Schlussmann der Gastgeber.
Nur wenige Minuten später belohnte sich der VfB für den starken Start. Nach einem Foul an Vovk zeigte der Schiedsrichter zu Recht auf den Punkt. Leon Möllers übernahm die Verantwortung und verwandelte den Strafstoß souverän zur verdienten 1:0-Führung (5.).
Bad Berka brauchte etwas, um ins Spiel zu finden, kam aber mit seiner ersten gefährlichen Aktion zum Ausgleich. Marzian zögerte beim Herauslaufen einen Moment zu lange, Jäpel kam noch an den Ball und legte quer auf Menger, der aus kurzer Distanz ins leere Tor einschob (12.).
Der Ausgleich änderte jedoch nichts am Spielverlauf. Der VfB blieb die gefährlichere Mannschaft und erspielte sich Chance um Chance. In der 18. Minute eilte der Bad Berkaer Torhüter weit aus seinem Tor und konnte gerade noch vor Bartholomes klären. Der Ball landete jedoch bei Fauer, der sofort wieder in die Spitze spielte. Der folgende Abschluss auf das nahezu verwaiste Tor verfehlte sein Ziel nur knapp.
Nur eine Minute später bot sich die nächste Riesengelegenheit. Nach einem schnellen Umschaltmoment tauchten die Gäste erneut frei vor dem Tor auf, doch auch diesmal strich der Abschluss nur Zentimeter am Pfosten vorbei.
Während der VfB seine Möglichkeiten liegen ließ, zeigte sich der Spitzenreiter gnadenlos effektiv. Nach einer äußerst schmeichelhaften Elfmeterentscheidung ging Bad Berka erneut in Führung. Eine Entscheidung, die selbst bei einigen Anhängern der Gastgeber für Diskussionen sorgte. Jäpel nahm das Geschenk an und traf zum 2:1 (37.).
Die Antwort der Glockenstädter ließ jedoch nicht lange auf sich warten. Kurz vor der Pause wurde Rabe auf dem Weg Richtung Tor zu Fall gebracht. Der Schiedsrichter entschied auf Freistoß, beließ es jedoch bei einer Verwarnung. Aus VfB-Sicht hätte man hier durchaus auch über eine Rote Karte wegen der Verhinderung einer klaren Torchancediskutieren können. Den fälligen Freistoß verwandelte Leon Möllers zum 2:2-Ausgleich (43.).
Bereits wenige Minuten zuvor hatte der VfB den Ball sogar schon einmal im Tor untergebracht. Nach einer Hereingabe von Kemo Pape Cissé schob Rabe zum vermeintlichen Ausgleich ein, doch der Assistent hob die Fahne. Eine Entscheidung, die auf Seiten der Gäste für großes Unverständnis sorgte (40.).
So ging es mit einem 2:2 in die Pause. Ein Ergebnis, mit dem Bad Berka zu diesem Zeitpunkt bestens leben konnte. Die Glockenstädter hätten aufgrund ihrer Vielzahl an Großchancen gut und gerne vier oder sogar fünf Treffer erzielen müssen.
Doch wie schon in der ersten Hälfte bestrafte der Spitzenreiter jeden Fehler eiskalt. Mit der ersten gefährlichen Aktion nach Wiederbeginn stellte Bad Berka auf 3:2 (48.).
Der VfB schüttelte sich kurz und kam zur nächsten hundertprozentigen Gelegenheit. In der 53. Minute lief Rabe allein auf den Torhüter der Gastgeber zu, doch erneut blieb dieser Sieger im Eins-gegen-eins.
Danach gönnte sich die Partie eine etwas ruhigere Phase. Der VfB blieb gefährlich, das Spiel offen und der Ausgleich lag weiterhin in der Luft. Bad Berka verteidigte konsequent und wartete auf Umschaltsituationen.
Als die Gäste in der Schlussphase mehr Risiko gehen mussten, fiel schließlich die Vorentscheidung. Ein Konter führte zum 4:2. Kurz vor Schluss kam dann auch noch das 5:2 hinzu. Ein Abschluss wurde unglücklich abgefälscht, Marzian war bereits auf dem Weg in die andere Ecke und konnte nur noch hinterherschauen, wie der Ball ins Netz trudelte. Ein weiteres Beispiel für einen Nachmittag, an dem nahezu alles für den Spitzenreiter und wenig für die Glockenstädter lief.
Doch selbst danach gab sich der VfB nicht auf. Bartholomes und zweimal Berger hatten in der Schlussphase noch drei weitere klare Möglichkeiten, den Anschluss herzustellen. Doch an diesem Nachmittag wollte der Ball einfach nicht mehr ins Tor. Es war zum Haare raufen.
So steht am Ende eine Niederlage, die deutlich zu hoch ausfällt und den Spielverlauf nur unzureichend widerspiegelt. Der VfB zeigte beim Tabellenführer einen bärenstarken Auftritt, war über weite Strecken mindestens ebenbürtig und erspielte sich die klar besseren Torchancen. Doch während Bad Berka nahezu jede Möglichkeit nutzte, fehlte den Glockenstädtern die Kaltschnäuzigkeit vor dem Tor. Dazu kamen einige unglückliche Entscheidungen und Situationen, die allesamt zugunsten der Gastgeber liefen.
Trotz der Niederlage kann die Mannschaft von Patrick Dittombée auf dieser Leistung aufbauen. Wer den Spitzenreiter über weite Strecken derart fordert, hat gezeigt, dass er mit jeder Mannschaft dieser Liga mithalten kann. An diesem Samstag fehlte lediglich das, was Fußballspiele oft entscheidet: die Effizienz in den entscheidenden Momenten. Genau das wollen die Glockenstädter in der kommenden Woche gegen Thüringen Jena besser machen und im letzten Heimspiel der Saison die letzten Zweifel am Klassenerhalt beseitigen.



