1.Männer : Spielbericht
8. Spieltag - 18.10.2025 15:00 Uhr
| SC 1903 Weimar | VfB Apolda | |||
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0 | : | 1 | ![]() |
| (0 | : | 1) | ||
Aufstellung
Spielstatistik
Tore
Tim GruneAssists
Anton RabeZuschauer
170Torfolge
| 0:1 (19') | Tim Grune (Anton Rabe) |
Glockenstädter triumphieren in der Kulturstadt: VfB Apolda siegt 1:0 im Derby
Der VfB Apolda hat das Derby beim SC 1903 Weimar mit 1:0 gewonnen. In einem intensiven und emotionalen Spiel zeigten die Glockenstädter eine geschlossene Mannschaftsleistung, verteidigten leidenschaftlich und setzten im richtigen Moment die entscheidenden Akzente. Nach 90+5 Minuten stand die Null – und der Jubel kannte keine Grenzen.
Frühe Führung nach traumhaftem Angriff
Der SC 03, mit neuem Trainer an der Seitenlinie, startete druckvoll und hatte in der 14. Minute die erste große Gelegenheit: Florian Giebel setzte sich stark durch und traf mit einem wuchtigen Schuss nur die Latte – Glück für Apolda in dieser Szene, aber auch fast die einzige aussichtsreiche Möglichkeit für die Kicker vom Lindenberg in Halbzeit Eins.
Die Antwort der Glockenstädter ließ nicht lange auf sich warten. Nach einem perfekt gespielten Diagonalball von Erik Engel setzte sich Anton Rabe auf der linken Seite mit seinem Tempo durch, ließ seine Gegenspieler stehen und legte quer in die Mitte. Tim Grune war zur Stelle und verwandelte im Stile eines echten Mittelstürmers – 0:1 (19.).
Defensiv stark, offensiv zielstrebig
In der Folge verteidigte der VfB mit Disziplin und Leidenschaft. Die Abwehr um Gehrmann, Camara, Hätscher und Möllers hielt die Kulturstädter weitestgehend vom eigenen Tor fern und gewann viele wichtige Zweikämpfe.
Nach vorne blieb Apolda gefährlich: Kurz vor der Pause (40.) hatte Tim Grune die Chance auf seinen zweiten Treffer, scheiterte aber am stark reagierenden Stern im Weimarer Tor. So ging es mit einer verdienten Führung in die Kabine.
Kulturstädter erhöhen den Druck – Glockenstädter bleiben gefährlich
Nach dem Seitenwechsel drückte Weimar auf den Ausgleich, doch Apolda blieb hellwach. Die beste Gelegenheit für die Kulturstädter hatte Kühnemund in der 55. Minute, als er nach einer Hereingabe aus kurzer Distanz über das Tor schoss.
Nur wenige Minuten später bot sich auf der anderen Seite die Riesenchance zum 2:0: Anton Rabe lief in der 58. Minute nach einem Ballgewinn allein auf Torhüter Stern zu. Weimar war weit aufgerückt und der Youngster startete noch in der eigenen Hälfte, doch der Torhüter der Hausherren blieb lange stehen und parierte stark.
Elfmeter-Wirbel und kuriose Entscheidungen
Dann wurde es turbulent. In der 63. Minute zeigte der Schiedsrichter zunächst auf den Punkt – Elfmeter für Weimar wegen eines vermeintlichen Handspiels. Nach Rücksprache mit seinem Assistenten nahm er die Entscheidung jedoch zurück, da das Handspiel von einem Weimarer Spieler ausgegangen war.
Nur ein paar Augenblicke später hatte Cissé die große Möglichkeit zu erhöhen, jedoch zielte der junge Flügelspieler zu hoch und setzte den Abschluss über das Tor. (66.)
Kurz darauf hatte Rabe die nächste Chance, aber wieder war der Weimarer Torhüter auf dem Posten. (68.)
In der 74. Minute dann Aufregung auf der Seite der Kulturstädter: Rabe wurde auf dem Weg in Richtung Tor am Fuß getroffen – eigentlich ein klarer Elfmeter für den VfB. Stattdessen entschied der Schiedsrichter auf Gelb wegen Schwalbe – eine mehr als fragwürdige Entscheidung, die für Fassungslosigkeit sorgte.
In der 79. Minute schließlich dann doch Strafstoß für Weimar, nach einem Zweikampf zwischen Daouda Camara und einem Weimarer Angreifer. Camara spitzelte den Ball mit langem Schritt nach Außen weg und der Weimarer Spieler kam zu spät und trat gegen den Fuß des Verteidigers. Der Schiedsrichter sah das als Foulspiel von Camara und zeigte auf den Punkt. Staatz nahm sich den Ball, verzögerte den Anlauf und wollte Marzian verladen. Der VfB-Torhüter roch aber den Braten, blieb lange stehen und parierte stark – der nächste Baustein auf dem Weg zum Derbysieg.
In Unterzahl alles reingeworfen
Nach einer Gelb-Roten Karte gegen Leon Möllers (81.) mussten die Glockenstädter die Schlussphase in Unterzahl überstehen. Doch die Mannschaft wuchs über sich hinaus, kämpfte um jeden Ball und ließ bis zum Schlusspfiff nichts mehr zu.
Als der Schiedsrichter nach 90+5 Minuten abpfiff, kannte der Jubel keine Grenzen. Die Spieler fielen sich in die Arme, die mitgereisten Fans feierten lautstark – ein Derbysieg, der durch Leidenschaft, Zusammenhalt und unermüdlichen Einsatz verdient wurde.
Stimmen zum Spiel
VfB-Trainer Patrick Dittombée nach dem Abpfiff:
„Ich denke, wir haben hier heute nicht glücklich oder dreckig gewonnen, sondern uns diesen Sieg absolut verdient. Wir verpassen es nur, in der zweiten Halbzeit den Sack zuzumachen – so wird es hinten raus natürlich nochmal spannend. Aber die Jungs haben das überragend verteidigt.“
Fazit
Der VfB siegt gegen den SC 1903 Weimar mit 1:0 dank eines Treffers von Tim Grune.
Eine starke Defensivleistung, taktische Disziplin und mannschaftliche Geschlossenheit machten den Unterschied in einem spannenden und emotionalen Derby. Der VfB entführt drei Punkte vom Lindenberg und steht jetzt mit 13 Punkten nach 8 Spielen im oberen Tabellendrittel der Liga.
Nächste Woche Samstag um 14:00 Uhr hat man dann die Zweitvertretung von Schott Jena zu Gast im Sportpark.


