VfB Apolda e.V.

100 Jahre VfB Apolda - ein geschichtlicher Abriss

Vom verbotenen Sport zum Traditionsverein

VfB Apolda e.V. wird 100 Jahre – Chroniken aus Apolda

Die Anfänge des Fußballs in Deutschland waren beschwerlich und von der Polizei verboten. So wurden die ersten Fußballversuche in Apolda untersagt. Doch in der Herressener Promenade war es dann soweit, dass der FC „Preußen“ Apolda das erste Fußballspiel in der Glockenstadt durchführte. Ohne Erlaubnis schlossen sich viele junge Leute an und kassierten dafür häufig Schläge und andere Bestrafungen. Um dies zu vermeiden spielten viele junge Männer unter Pseudonym um alles geheim zu halten.

Als Beginn der Fußballlegalität. wurden am 12.5.1910 Fußballinteressierte in das Hotel „Adler“ geladen, wo der Fußballclub „Preußen“ Apolda gegründet wurde. Den Vorsitzendenstuhl besetzte Adolf Engelke, die Kasse übernahm Otto Gothe und Schriftführer war Paul Liebscher. Die Anwesenden reichten gerade so aus, um eine Mannschaftsaufstellung und einen Ersatzmann stellen zu können. Erstes Clublokal wurde die „Himmelsleiter“ und nach langen Verhandlungen mit der Stadt, durfte auch eine Sportstätte, ein ehemaliger Stein- und Sandlagerplatz, offiziell genutzt werden.

1911/12 begann der FC „Preußen“ Apolda in der Verbandsspielserie und gewann 1912 die Bezirksmeisterschaft. Eine gute Entwicklung mit drei Herren- und einem Jugendteam nahm ihren Lauf, bis die Mitgliederzahl durch den Ersten Weltkrieg dezimierte wurde. Daraufhin mussten sich zwei der damals drei ortsansässigen Vereine im Jahre 1919 zum VfB Apolda e.V. zusammenschließen. Sportliche Erfolge wurden schnell gefeiert und aufgrund des wachsenden Andrangs zog der VfB 1925 in die aktuelle Heimstätte in der Großen Aue um. Zwei Grundstücke erwarb der VfB damals und musste zusätzlich einer älteren – nicht verkaufswilligen – Anwohnerin 30 Besuche abstatten, bis diese ihr Grundstück ebenfalls dem VfB überließ. So konnten die Bauarbeiten auf dem Areal beginnen und eine der schönsten Sportanlagen Mitteldeutschlands entstand, wenn der Chronik Glauben zu schenken ist. Feierlich eröffnet wurde das Gelände mit einem Spiel gegen VfR Fürth, bei dem der Spielball von einem Doppeldecker-Flugzeug abgeworfen wurde.

Glorreiche Zeiten winkten dem Verein, bis der Zweite Weltkrieg den positiven Verlauf stoppte. Nach dem Zweiten Weltkrieg überließ die Stadt der sowjetischen Besatzungsmacht die Geschicke der Stadt und so auch die Zuständigkeit des Sportgeschehens. Eine Neustrukturierung wurde durchgeführt und aus dem VfB Apolda e.V. wurde der Verein OST Apolda. Unvergessener Höhepunkt für Zeitzeugen blieb das Derby zwischen OST Apolda und Blau-Gold Apolda am 7.10.1946, dem mehr als 4.000 Zuschauer beiwohnten.

Viele Verantwortliche trugen zum Erfolg des Vereins bei und so konnten sich in den Jahren von 1955 bis 90 in 139 Jugendturniere 14.643 Spieler messen. Viele Vorgaben wurden durch das damalige DDR-Regime auferlegt, aber der Verein erarbeitete sich einen respektablen Ruf.

Nach der Wende 1990 arbeiteten bekannte Sportverantwortliche wie Werner Blumenstock, Horst Günzel, Frank Wischerop, Ludwig Meister, Volker Penschuk, Manfred Thiesler und Achim Häckel auf die Neugründung des VfB Apolda, der einige Namensänderungen durchlebte, am 25. Juli 1990 hin. Auch fussballerischer Erfolg blieben nicht aus und die erste Männermannschaft kam schnell in der Spitze der Bezirksliga an und etablierte sich bis heute.

Die Nachwuchsarbeit des Vereins arbeitete jahrelang vorbildlich und so warb der FC Carl Zeiss Jena zahlreiche Spieler ab, wie die Wille-Zwillinge Sebastian und Stefan oder Marco Riemer. Gerade im Nachwuchs profitierte der Verein vom jahrelangen Engagement von Andreas Zeise und René Gerlach, der mit seiner B-Jugend im Jahre 2002 den Landespokaltitel gewann.

Die großen Umbaumaßnahmen am Gelände des VfB Apolda, bei denen das Vereinsheim saniert und der Kunstrasenplatz geschaffen wurde, dauerten von 1998 bis 2000 an. Sportliche Erfolge können noch heute gefeiert werden, auch wenn nach ein paar nachlässigen Jahren, die Zahlen in der Nachwuchsabteilung geschrumpft sind.

Der VfB Apolda meisterte viel Höhen und Tiefen, zu denen auch die drohende Insolvenz vor zwei Jahren gehörte. Doch durch die aufopferungsvolle Arbeit unzähliger Menschen, die leider nicht alle hier genannt werden können, konnte jede Misere überstanden werden.
Der VfB Apolda e.V. bedankt sich bei allen ehemaligen und aktiven Mitglieder für jegliche Hilfe.

Ergänzung 2011:
Wir haben ein hochinteressantes Geschichtsdokument zur Vereinsgeschichte aufgestöbert (1910 bis 1935 "25 jahre VfB Apolda"). Die Festschrift wurde von den Vereinsgründern geschrieben. Man erfährt Interessantes zur Vereinsgeschichte und Geschehnissen sowie den Geist dieser Zeit. Ein sehr sehr interessantes Puzzle der Apoldaer Stadtgeschichte und natürlich vor allem aber unserer Vereinsgeschichte.
Besonders das Nachwort sollte jeder "VfB -er" lesen.
Die Urheberrechte dieses Dokumentes liegen beim VfB Apolda e.V.. Der Nachdruck oder Anfertigung von Kopien auch auszugsweise ist ausdrücklich verboten und ist nur mit Zustimmung des Vereinsvorstandes erlaubt.
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Am besten rechte Mousetaste und dann
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